Mai
20
2009
3

Buchvorstellung: John Steinbeck – Tortilla Flat

John Steinbeck - Tortilla Flat Eins vorweg: Ich habe bislang noch keine einzige Rezension über diesen Roman gelesen, die mir gefallen hat. Steinbecks Bestseller ist anders. Oberflächlich betrachtet steht Tortilla Flat für eine fast 200-seitige Plattitüde. Der durchweg humoristische und ironische Schreibstil vernebelt den Blick auf Tiefgang und Ernsthaftigkeit des Romans. Einfache Menschen, einfache Bedürfnisse, einfache Handlungen. Aber kein einfacher Roman. Steinbecks Helden sind Tagelöhner, Herumtreiber und scheinbar gewissenlose Halunken. Steinbeck erzählt 17 Episoden aus dem Leben von Danny. Der hat seinen Kriegsdienst als Eselschinder in Texas abgeleistet und kehrt nach dem ersten Weltkrieg in sein Dorf an der kalifornischen Küste zurück. Dort erwartet ihn unverhoffter Reichtum. Danny hat zwei Häuser in Tortilla Flat geerbt. Der Rückkehrer bleibt nicht lange allein.

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Mai
19
2009
0

Buchvorstellung: Julien Green – Leviathan

Julien Green - Leviathan Frankreich im frühen 20. Jahrhundert. Der Hauslehrer Paul Guéret verlässt mit seiner Frau Paris und zieht in die ländliche Idylle. Dort verliebt er sich in die 18-jährige Angele. Die Situation eskaliert. Kein ungewöhnlicher Plot, doch Julien Green macht aus dieser kitschigen Ausgangslage ein fesselndes Psychogramm einfacher Menschen. Sein Roman erzählt vom menschlichen Scheitern und tiefer Unzufriedenheit. Jede Hauptfigur steht ratlos vor unerfüllten Lebensträumen. Green ist ein meisterhafter Erzähler. Mit Tiefgang und Genauigkeit analysiert er die Schlüsselszenen im Leben seiner Figuren. Sekunden können ganze Seiten füllen.

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Mrz
31
2009
0

Buchvorstellung: “Gegen den Tag” – Thomas Pynchon

Thomas Pynchon - "Gegen den Tag"“Und weiter schleppen die Tage ihre traurige Gestalt den Pfad der Zeit entlang …” Thomas Pynchon ist ein Freak. Der 71-jährige US-Amerikaner hat mit “Gegen den Tag” ein epochales und wahnwitziges Werk abgeliefert, das nach 1596 Seiten ein ungläubiges und unbestimmtes Staunen hinterlässt. Beginnend mit der Weltausstellung in Chicago skizziert Pynchon über zwei Generationen hinweg Geschichten zwischen Realität und Traumwelt, zwischen Spaß und Ernst, zwischen Leben und Tod. Sie ziehen sich über vier Kontinente und enden wenige Jahre nach dem ersten Weltkrieg mit einer apokalyptischen Prophezeiung: “Bald werden sie bemerken, dass die Messgeräte einen Druckabfall anzeigen, Sie werden spüren, wie der Wind sich dreht. Sie werden die geschwärzten Brillen aufsetzen, um die Herrlichkeit sehen zu können, die den Himmel zerreißen wird. Sie fliegen der Gnade entgegen.”

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Mrz
14
2009
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Buch-Vorstellung: “Was für ein schöner Sonntag” – Jorge Semprun

semprun Dezember 1944: Häftling 44904 verlässt die Wege des Konzentrationslagers Buchenwald, um auf dem Ettersberg einen legendären Baum zu bewundern. Die von einer US-amerikanischen Phosphorbombe arg mitgenommene Goethe-Buche. Dass er damit sein Leben riskiert, bedenkt Gerard in diesem Moment nicht. Gerard hat Glück. Hauptsturmführer Schwartz ist angetan von den Goethe-Kenntnissen des Insassen und lässt ihn ungeschoren davonkommen.

Die Geschichte von Gerard ist die Geschichte von Jorge Semprun. Der spanische Schriftsteller schildert Erlebnisse im Konzentrationslager Buchenwald. Semprun glänzt mit emotional bewegenden Schilderungen des KZ-Albtraums. Ein lesenswerter Roman über ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte. Detailreich werden auch die kleineren Übel in der menschenverachtenden Umwelt eines Konzentrationslagers geschildert. Gerade deshalb entwickelt der Roman Tiefgang.

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Mrz
02
2009
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DBC Pierre – Jesus von Texas

jesus_von_texas

Ein irres Buch. In der Haut des Hauptdarstellers Vernon Little möchte man nicht stecken. Der 15-Jährige durchlebt den amerikanischen Albtraum, nachdem sein bester Freund Jesus 16 Menschen an seiner Schule erschossen und sich anschließend selbst getötet hat. Vernon gerät in Verdacht, Haupttäter des Massakers zu sein.

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Feb
28
2009
2

Nur die Fritten waren gut

Nike Winterlaufserie 2009. Heute die 15 Kilometer: Ein Schritt nach dem anderen. Laufen ist ein Kinderspiel. So ein dämlicher Irrtum!

Seit Mai 08 schleppe ich mich auf ungelenken Beinen hechelnd über Wald- und Wiesenwege. Immer dem Ziel entgegen. Aber welchem Ziel eigentlich? Gut, von den 94 Kilos bin ich runter. Das fiese Digitalding im Bad zeigt mittlerweile nur noch eine 86 an – Tendenz fallend. Die Fitness hat auch nicht gelitten. Drei Gehpausen während eines 4 km-Laufs, das ist lange her.

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Geschrieben von fippes in: Laufen, News | Tags:,

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